In der U-Bahn, im Supermarkt, am Arbeitsplatz, überall können uns Menschen begegnen, die erkältet sind und schwupp! – sind wir es auch. Kein Wunder: Wer erkältet ist, verteilt beim Husten oder Niesen Unmengen winzig kleiner Tröpfchen voller Viren in der Luft. Denen kann man kaum entkommen. Auf Türklinken, im Händedruck, nahezu überall lauern Erkältungsviren und überleben dort sogar stundenlang.
Es dauert 1 bis 3 Tage (Inkubationszeit), dann spüren Sie es auch – angesteckt! Schon ab Stunde Null können Sie nun weitere Personen infizieren, bis zu einer Woche nach Ausbruch der Krankheit! In Japan tragen erkältete Menschen deshalb zum Schutz oft einen Mund- und Nasenschutz, aber mal ehrlich: Das ist in Deutschland nicht denkbar.
Die Art des Virus entscheidet, ob eine einfache Erkältung (auch „grippaler Infekt“ genannt) oder eine echte Grippe (Influenza) im Anflug ist. Letztere wird von Influenza-Viren vom Typ A, B oder C und ihren Untergruppen ausgelöst.
Von den Erregern eines grippalen Infekts kennt man heute bereits über 200 verschiedene Viren, aber jedes Jahr kommen neue hinzu – der Gegner ist unberechenbar. Er nistet sich auf den Schleimhäuten an und dringt in die Zellen ein. Die körpereigene Abwehr braucht rund eine Woche, um mit den Eindringlingen fertigzuwerden. Deutlich mehr Schaden richten die Influenza-Viren an; mit ihnen ist nicht zu spaßen.
Viren haben noch leichteres Spiel, wenn es draußen nass und kalt ist, wir uns
jedoch viel in überheizten Räumen mit trockener Luft aufhalten: Unser
Immunsystem wird geschwächt.
Defizite in der Ernährung, zuwenig Bewegung, Stress
und geringe Sonneneinstrahlung begünstigen die Ansteckungsgefahr noch.
Auch wenn Sie bereits krank sind: Hilflos sind Sie nicht.
Sowohl vorbeugend (präventiv) als auch wenn sich bereits Erreger eines grippalen
Infekts auf den Schleimhäuten angesiedelt haben, lässt sich einiges tun, um das
Immunsystem zu unterstützen und die Beschwerden zu lindern.