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Was ist eine Erkältung?

Das unterscheiden zu können, kann lebenswichtig sein. Immerhin kann die „echte“ Grippe, auch Influenza genannt, lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Grundsätzlich gilt: Je früher man behandelt, desto größer ist die Chance, dass die Krankheit milde verläuft und schneller vorüber geht.

Die Erkältung, auch grippaler Infekt genannt

Eine Erkältung entwickelt sich allmählich. Man fühlt sich nicht wohl, hat jedoch nur geringes bis gar kein Fieber. Grippale Infekte beginnen häufig im Nasen-Rachenbereich. Typische erste Anzeichen sind Halskratzen, Niesen und die „laufende Nase“.

Bei grippalen Infekten kann man die Ursache (Viren) nicht wirklich bekämpfen (mehr dazu unter dem Stichwort Erkältung). Man konzentriert sich auf die Behandlung der Symptome und die Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte.

Viele Menschen neigen dazu, einen grippalen Infekt zu bagatellisieren. Das kann unter Umständen gefährlich werden. Die Beschwerden einer Erkältung werden unnötig begünstigt und ihre Dauer möglicherweise verlängert. Deshalb können sich im Anschluss die vorgeschädigten Schleimhäute weiter infizieren und zu anderen hartnäckigen Krankheiten ausweiten.

Die Gefahr einer Grippe

Beschwerden wie beispielsweise Husten oder Halsschmerzen können Symptome einer harmlosen Erkältungskrankheit sein, aber auch der Beginn einer schweren fieberhaften Erkrankung.

Tipp:

Besonders bei plötzlichem Einsetzen der Symptome und hohem Fieber sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn für die Influenza ist der sprunghafte Anstieg der Temperatur (hohes Fieber über 39° C) ebenso charakteristisch wie Schüttelfrost und ein schweres Krankheitsgefühl!

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch, beträgt 1 bis 3 Tage – aber dann fühlen Sie sich auch sofort richtig krank. Zeitweilige Bettruhe ist dann nicht zu umgehen, aber auch hier gilt: Je früher Sie zum Gegenangriff ausholen, desto besser.

Übrigens: Antibiotika helfen nicht gegen Grippe; sie werden aber eingesetzt, um Superinfektionen zu bekämpfen.
Superinfektionen entstehen, weil z. B. die durch eine Grippe angegriffenen Schleimhäute anderen Krankheitserregern nicht mehr widerstehen können.

Hier finden Sie eine kurze Checkliste zur Abgrenzung von Erkältung und Influenza.

Tipp:

Wenn wieder einmal eine Grippewelle angekündigt wird, sollten Sie z. B. das Schwimmbad (hier vermehren sich Viren besonders schnell) und große Menschenansammlungen eine Weile vermeiden – das senkt die Gefahr der Ansteckung.

Symptome Erkältung (grippaler Infekt) Influenza
Plötzlicher Beginn nein, langsam + + +
Fieber über 38,5° C nein + + +
Abgeschlagenheit + + + +
Muskel- /Gliederschmerzen + + + + +
Kopfschmerzen + + + +
Atembeschwerden + + +
Halsschmerzen + + + +
Schnupfen + + + +
Bindehautentzündung + + +
Rote, sichtbar entzündete Schleimhäute + (meist nur bei zus. bakt. Infektion) + + +
Durchfall (+) -
Quelle: modifiziert nach "Deutsches Ärzteblatt" 2003; Heft 48

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